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Phasen der Innenarchitektur: In 5 Schritten vom Plan zum Bau

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Home PlannerApp-Team · April 11, 2022

Was in den fünf Phasen passiert, was vor dem nächsten Schritt freigegeben wird und wie 2D- sowie 3D-Pläne dabei helfen.

Home Planner 2D-Grundriss einer Wohnung mit eingerichteten Möbeln

Du hast eine Designerin oder einen Designer beauftragt und das erste Treffen steht an. Schon bald kommen die ersten Fragen auf: Wann wählst du die Fliesen aus? Wann steht der Preis fest? Bis zu welchem Zeitpunkt kannst du deine Meinung noch ändern?

Die Phasen der Innenarchitektur liefern Antworten auf diese Fragen. Die meisten Wohnprojekte folgen fünf festen Schritten, und jeder einzelne schließt mit einer Entscheidung ab, die du bestätigst. Dieser Leitfaden erklärt, was in den einzelnen Phasen passiert und was du am Ende jeweils in den Händen halten solltest.

Wie läuft die Innenarchitektur ab?

Der Prozess gliedert sich in fünf Phasen. Jede Phase endet mit einer Vereinbarung zwischen dir und der Designleitung, bevor die nächste beginnt. Da der Bau oder Umbau eines Zuhauses zu komplex für einen einzelnen Arbeitsschritt ist, unterteilt die Baubranche das Projekt in folgende Abfolge:

  1. Strategische Planung: das Briefing, die Vor-Ort-Besichtigung, eine grobe Kosten- und Zeitaufstellung.
  2. Konzept: Materialien, Farben und Oberflächen für jeden Raum.
  3. Entwurfsplanung: exakte Modelle, Maßanfertigungen und Einbauten.
  4. Ausführungsplanung: finale Pläne, Handwerksbetriebe und Baugenehmigungen.
  5. Bauleitung: Bestellungen, Lieferungen und die Ausführung vor Ort.

Größere und komplexere Projekte können weitere Schritte umfassen oder einzelne Abschnitte feiner unterteilen. Dieser Leitfaden beschreibt die fünf grundlegenden Phasen: was jeweils benötigt wird und was zum Abschluss feststehen sollte.

Die Phase der strategischen Planung

Hier verständigt ihr euch darauf, was das Projekt genau umfasst. Stelle dich auf viele Fragen von beiden Seiten ein.

Es wird geklärt, was du dir für das gesamte Zuhause und für die einzelnen Bereiche wünschst. Du beschreibst deine Vorstellungen für jeden Raum, und durch gezieltes Nachfragen wird dein Bild immer klarer. Alles, was später gebaut wird, basiert auf diesen Antworten.

Zu dieser Phase gehören Telefonate, Videocalls und Besichtigungen vor Ort. Das Designteam nimmt Maß, macht Fotos und manchmal auch Videos. Es prüft deine Anforderungen, klärt die geltenden Bauvorschriften und plant die Einholung der Genehmigungen.

Das hast du am Ende vorliegen: eine allgemeine Raumaufteilung des Hauses, einen Zeitplan für Planung und Bau sowie eine ungefähre Kostenschätzung. Du unterzeichnest einen vorläufigen Vertrag mit deinen Anforderungen sowie der Kosten- und Zeitschätzung des Baubetriebs. Dieser Vertrag ist noch nicht in jedem Detail endgültig: Beide Seiten können im weiteren Verlauf des Projekts Anpassungen vornehmen.

Die Konzeptphase

Vorher und nachher: ein Raumkonzept, das in Home Planner mit KI neu gestaltet wurde

Die strategische Planung bildet das Fundament. Die Konzeptphase ergänzt dieses um erste Details. Die geplante Nutzung der einzelnen Bereiche sowie deine bevorzugten Farben, Nuancen und Muster bestimmen die Materialien und Oberflächen für Wände und Ausstattungsmerkmale.

Das Designteam entscheidet nicht allein. Es stellt eine Auswahl an Optionen für jeden Raum und jedes Objekt zusammen und legt sie dir zur Freigabe vor. Warum sich das auszahlt: Eine Idee im Kopf kann im tatsächlichen Raum ganz anders wirken – diese Abstimmung macht Unterschiede frühzeitig sichtbar.

Der Kompromiss: Nach dieser Feedbackrunde sind oft noch zahlreiche Anpassungen nötig. Sobald die Entscheidungen konkreter werden, wirken sie sich auf das Budget und die Gesamtsituation aus. Du gibst jede Änderung frei, bevor das Projekt in die nächste Phase übergeht.

Was geschieht in der Entwurfsplanung?

Jetzt werden die Details konkret festgelegt: exakte Geräte, Maßanfertigungen, Oberflächen und Einbauten. Zu Beginn dieser Phase stehen die meisten Entscheidungen im Groben fest, viele Details sind jedoch noch offen oder vorläufig.

Nimm als Beispiel die Küche: Ihre Maße stehen bereits fest, der Kühlschrank und die Spülmaschine jedoch noch nicht. Da sich die Modelle in ihren Abmessungen unterscheiden, werden die Einbaumöbel erst geplant, wenn du dich für ein bestimmtes Modell entschieden hast. Auch Farbentscheidungen können sich dadurch noch verschieben.

Häufiger Fehler: die Geräteauswahl auf später zu verschieben. Solange das genaue Modell nicht feststeht, kann niemand die umgebenden Einbauten fertig planen.

Im weiteren Verlauf wird der Grundriss immer konkreter, und du erhältst Vorschläge für Oberflächen sowie Empfehlungen für Einbauten. Wie zuvor bestätigst du die Empfehlungen und Änderungen, bevor die nächste Phase beginnt.

Die Phase der Ausführungsplanung

Inzwischen ist der Großteil der Entscheidungen getroffen; in dieser Phase werden sie verbindlich gemacht. Jetzt kommt es vor allem auf die Kommunikation an. Telefonate und E-Mails reichen nicht mehr aus: 2D- und 3D-Pläne sowie Renderings zeigen dir anschaulich, wie das fertige Zuhause aussehen wird.

Zudem stimmt sich die Designleitung mit den Fachbetrieben für Elektro, Sanitär und andere Spezialbereiche ab. Die Beteiligten bestätigen die finalen Maße sowie die Auswahl für Beleuchtung, Wandansichten, Platzierung und Oberflächen für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich.

Möglicherweise benötigst du vor Baubeginn Baugenehmigungen oder Anpassungen bestehender Genehmigungen. Manche Planungsbüros lassen den gesamten Entwurf vorab von einer Fachkraft für Architektur oder Statik prüfen.

Die Pläne sind nun nahezu fertiggestellt, sodass du nur noch wenige Änderungen freigeben musst. Dennoch sollten beide Seiten ein formelles Dokument unterzeichnen.

Die Phase der Bauleitung

Nach all der Planung und den Überprüfungen beginnt der eigentliche Bau. Die Angebote der Fachbetriebe werden geprüft und die einzelnen Gewerke an die passenden Unternehmen vergeben. Alle Genehmigungen und Nachweise liegen vor und sind dort ausgehängt, wo es die Vorschriften verlangen.

Sämtliche einzubauenden Objekte – von der kleinen Hängeleuchte bis hin zu großen Waschmaschinen und Trocknern – wurden von dir oder der Projektleitung bestellt. Jedes Teil ist unterwegs oder liegt bereits einbaufertig auf der Baustelle bereit.

Diese Phase umfasst auch die Bestellung und Lieferung der Baustoffe. Stelle sicher, dass auf der Baustelle ausreichend überdachte und abschließbare Lagerfläche vorhanden ist.

Gehe die Baustelle regelmäßig gemeinsam mit der Designleitung ab. Überprüfe den Fortschritt sowie die plangetreue Ausführung aller Bau- und Montagearbeiten. Wenn das Gebäude seiner Fertigstellung entgegengeht, entscheidet ihr gemeinsam über die finale Platzierung von Leuchten, Möbeln und Kunstwerken.

Laufen die Phasen der Innenarchitektur Raum für Raum ab?

Nein. Jede Phase bezieht sich immer auf das gesamte Objekt: Es gibt keine getrennte Phase für das Wohnzimmer und die Küche. Genau deshalb kann der Prozess selbst für erfahrene Fachkräfte unübersichtlich sein.

Ein anschaulicher Plan hilft, den Überblick zu behalten. In der Konzeptphase vergleichst du Varianten, und in der Ausführungsplanung zeigen dir 2D- und 3D-Pläne das spätere Ergebnis. Der Einstieg in Home Planner ist kostenlos: Miss deinen Raum aus, zeichne 2D- und 3D-Grundrisse, richte sie mit Produkten bekannter Marken ein und erstelle realistische Renderings. Fertige Raumkonzepte für Schlafzimmer, Badezimmer, Wohnzimmer und weitere Räume dienen dir als idealer Startpunkt.

Probiere es vor deinem nächsten Planungsgespräch mit deinem eigenen Grundriss in Home Planner aus.

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